Germany's Power People
Die verschiedenen kreativen Produktwünsche der Kunden umzusetzen ist eine lieb gewordene Herausforderung für die 22-jährige Tischlerin.

Kandidatenporträt: Annika, Tischlerin aus Nordrhein-Westfalen

Annika ist Powerfrau im Handwerk, im Kandidatenporträt stellt sich die Tischlerin vor.

Regal, Schrank, Tisch, Stuhl. Das, was Annika früher gekauft hat, baut sie jetzt selbst. "Es ist schön zu sehen, was ich alles mit meinen Händen herstellen kann." Nach dem Wirtschaftsabitur wollte die 22-Jährige zunächst den Weg der Floristin einschlagen. Aus Mangel an einem Ausbildungsplatz entwickelt sie eine andere Idee. Warum nicht eine Ausbildung im Tischlereibetrieb ihres Vaters, "Martin Zeller und Paul Schollmeier", in Mettmann beginnen? "Ich probierte es einfach aus", erinnert sie sich an diese glückliche Fügung. 2019 legt sie die Gesellenprüfung ab. "Heute bin ich happy", erzählt sie freudestrahlend von den einzelnen Stufen ihrer Karriereleiter. Im kommenden Jahr beginnt sie mit der Meisterausbildung. Schlag auf Schlag geht es mit der Betriebsnachfolge weiter. "Für meinen Vater geht damit ein Traum in Erfüllung."

Frauen Mut machen den Weg ins Handwerk zu finden

Dass sie in einem eher männerdominierten Beruf arbeitet, macht sie stolz. Schon immer haben Frauen als Tischlerinnen gearbeitet. Oft im Verborgenen. Das will Annika jetzt ändern. Wer als Tischlerin erfolgreich sein möchte, braucht nicht nur geschickte Hände, sondern auch Durchsetzungsvermögen. Während der Ausbildung werden ihr immer wieder Steine in den Weg gelegt. "Egal, ich wollte diesen Weg unbedingt gehen und habe es geschafft." Mit ihrer Teilnahme bei Germany’s Power People will sie anderen Frauen Mut machen. Okay, bei Arbeiten in den Berufen wie Maurer, Steinmetz oder Tischler gibt es für Frauen körperliche Leistungsgrenzen. Doch die werden im Rahmen der Digitalisierung immer kleiner werden.

Zugleich bietet sich die Chance, dass Frauen in Sachen Kreativität und Ideenreichtum frischen Wind in die Gewerke bringen. Sowieso, Frauen sind auf dem Vormarsch. Das belegen beeindruckende Zahlen. Der Zentralverband des Deutschen Handwerks gibt an, in jedem fünften Handwerksbetrieb steht eine Frau an der Spitze. Über 204.000 Betriebe werden von Inhaberinnen geführt. Zu ihnen gehört in naher Zukunft auch Annika. Bis es soweit ist, konzentriert sich die junge Tischlerin auf ihre Kernkompetenzen. Dazu gehört am liebsten die Planung und das Bauen von Küchen. "Mal wollen die Kunden die Schränke mit einer LED-Beleuchtung oder in verschiedenen Fronten." Liebgewordene Herausforderung, bei der sie ihr ganzes handwerkliches Geschick ausspielen kann. "Es erfüllt mich mit Freude, wenn ich am Ende des Tages ein fertiges Möbelstück übergeben kann und damit die Kunden glücklich mache!"

Noch wohnt Annika zu Hause. So oft es ihre Zeit erlaubt, entwirft und baut sie Möbel. Neben dem Möbelbau ist sie spezialisiert auf den Fenster- und Türenbau. Irgendwann einmal möchte sie eine Treppe bauen. "Das wäre richtig cool", sagt die Powerfrau im Handwerk und hofft, dass sie noch viele Frauen von einem guten Holzweg überzeugen kann.

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