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Volle Fahrt hin zur Gesellenprüfung. Katja hofft, junge Menschen fürs Handwerk zu gewinnen zu können.

Kandidatenporträt: Katja, Anlagenmechanikerin für SHK aus Bayern

Feuer und Flamme für ihren Beruf als Anlagenmechanikerin für Sanitär- Heizungs- und Klimatechnik sowie ihr Ehrenamt in der Feuerwehr, Katja im Kandidatenporträt.

Wasser marsch! Seit ihrem 13. Lebensjahr ist Katja als Feuerwehrfrau in Hirschaid im Einsatz. Inzwischen ist die Fränkin sogar in drei Gemeinden rettend tätig. Meistens steht die 21-Jährige in der ersten Reihe, wenn es darum geht, lodernde Flammen zu bekämpfen. Gerade erst hat sie drei Tage auf dem Gelände eines Holzlagers gegen die Flammen gekämpft. Mit ihren Jungs ist Katja oft die erste, die Unfallorte sichert und Menschen aus lebensbedrohlichen Situationen befreit. Trotz vieler hoch emotional geladener Momente hat Katja ihre ausgeglichene, herzliche Art behalten. "Manchmal ist es schon schwer", sagt sie. "Insbesondere, wenn ich bei Löscharbeiten einen Atemschutz und eine Sauerstoffflasche auf dem Rücken trage." In der gleichen Sekunde schickt Katja wieder ihr offenes, herzerfrischendes Lachen auf den Weg. "Ja, es ist ein aufregendes Ehrenamt und macht mir viel Spaß." 

Feuerwehrfrau oder Familientradition

Klar steht zunächst die Idee im Raum, hauptberuflich Feuerwehrfrau zu werden. Dann entscheidet sie sich jedoch für einen anderen Weg. Sie tritt in die Fußstapfen ihres Vaters und beginnt mit der Ausbildung zur Anlagenmechanikerin für Sanitär-, Heizungsund Klimatechnik. Genau betrachtet, hat der Beruf ebenso viel mit Wasser zu tun. Passt daher prima zum geliebten Ehrenamt. So kann sie inzwischen bei den Geräten der Feuerwehr kleinere Reparaturen durchführen. Vor allem aber "hilft mir die Ausbildung kolossal, die Technik zu verstehen." 

Frauen sind als Anlagenmechanikerinnen eher ungewöhnlich. Am ersten Tag ihrer Ausbildung macht sie ihren männlichen Kollegen deshalb gleich klar: "Behandelt mich bitte wie jeden anderen Handwerker auch." Anfangs nehmen sie der jungen Frau trotz der Ansage das Schleppen schwerer Lasten ab. "Das hat sich aber schnell eingependelt", sagt Katja humorvoll, dass sie heute bei ihren abwechslungsreichen Aufgaben den Kollegen in nichts nachstehe. 

Ein Plan für die Zeit nach der Ausbildung steht auch schon

Nach der Ausbildung will Katja auf jeden Fall Weiterbildungen besuchen. So viel steht schon mal fest. "Jeden Tag warten neue Herausforderungen auf mich." Als Umwelt und Energieberaterin will sie immer auf dem neuesten Wissensstand sein und hochmoderne Heizungs-, Klimaund Lüftungsanlagen einbauen. Am liebsten, gesteht sie, verwandele sie jedoch selbst kleinste Nasszellen in wohlig warme Wellnessoasen. Natürlich ausgestattet mit der modernsten Technik von heute. Bei der Badkeramik gebe es ständig Neuentwicklungen. Mehr noch, erfährt der Rückzugspunkt Bad zunehmend smarte Lösungen. Mittlerweile selbstverständlich sind heute Duschsysteme, die über eine App oder ein Display gesteuert werden. Ebenso stehen interaktive Systeme wie höhenverstellbare Dusch-WCs zur Verfügung. Anwendungen verhindern sogar, dass beim Verlassen des Bads das Wasser überläuft. 

Mit ihrer Teilnahme hofft Katja, junge Menschen fürs Handwerk zu gewinnen. Es sei der "Zusammenhalt und das familiäre Miteinander", weswegen Menschen im Handwerk immer eine Zukunft finden. Für Katja bedeutet das, volle Fahrt hin zur Gesellenprüfung. Den Lkw-Führerschein machen. Und möglicherweise dann als "Miss Handwerk" Menschen aus brenzligen Lagen retten. 

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