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Sascha aus Bielefeld möchte die Fahne für das Handwerk hochhalten, dafür nutzt er jede Möglichkeit, die sich ihm bietet.

Kandidatenporträt: Sascha, Dachdecker aus Bielefeld

"Es ist jetzt meine Chance, dem Handwerk ein Gesicht zu geben." meint Dachdecker Sascha aus Bielefeld. Im Kandidatenporträt stellt er sich vor.

"Hey, wo wir sind, ist ganz oben." Die Worte von Sascha klingen unverfälscht, voller Leidenschaft für sein Gewerk. "Wenn morgens die Sonne aufgeht und über das Dach hinwegblitzt, empfinde ich eine unglaubliche Freiheit." Hochmotiviert ist der Bielefelder immer auf der Suche nach dem nächsten Step. Jetzt möchte der 48-jährige Dachdecker noch einmal richtig Gas geben. "Ich gehöre zu den Älteren. Egal! Ich spreche immer noch die Sprache der jungen Menschen. Ich kann motivieren. Es ist jetzt meine Chance, dem Handwerk ein Gesicht zu geben." Punkten möchte Sascha im Rennen um den Titel mit seinen umfänglichen Erfahrungen.

Zielstrebig auf dem Weg ins Finale

Schon in der Bewerbungsphase des Wettbewerbs werden die Medien auf den Dachdecker aufmerksam. Er tritt im Fernsehen auf. Gibt Interviews im Radio. "Weil ich frech, aber nicht überheblich bin", geht Sascha selbstbewusst auf eine große Bielefelder Tageszeitung zu. Die sind dankbar, in der Corona-Krise über etwas Positives berichten zu können. Auch sein Aufruf an junge Menschen, beim sonntäglichen Firmenjogging das Dachdeckerhandwerk kennenzulernen, fand Anklang bei den Medien. "Irgendwann war es ein Selbstläufer", sagt der gefragte Interviewpartner, dass er für die Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit eben diesen einen Schritt mehr gemacht hat.

Zielstrebig, immer fokussiert auf das Wesentliche, ist Sascha sowieso Typ Macher. Nach einem Praktikum folgt die Ausbildung bei der Firma Philipp Haustechnik in Bielefeld. Er bleibt. Seit 31 Jahren ist er in dem Unternehmen in Sachen "Dach" tätig. "Ich hatte Glück. In meinem Leben habe ich alles erreicht." Mehr als vierzig junge Menschen bildete er in dieser Zeit aus. Für seine Kollegen hat er immer ein offenes Ohr. In der Rolle des klassischen Chefs sieht er sich deshalb nicht. "Ich bin Dachdecker. Wir sind ein Team", ist der Bielefelder absoluter Teamplayer.

Dem Handwerk ein Gesicht geben

Geht es um berufliche Perspektiven, dann möchte der 48-Jährige verstärkt für das Handwerk werben. Vielleicht sogar als das Gesicht des Handwerks in einer Ausbildungskampagne. Ein erster Schritt ist sein Instagram-Account und #dachdeckerdürfendas. "Ich habe nach einer Wortschöpfung gesucht, von der sich junge Leute angesprochen fühlen. Inzwischen geht der Hashtag durch die Decke. Junge und jung gebliebene Dachdecker treffen sich hier auf der Plattform und stellen selbstbewusst ihr Handwerk vor. "Ich möchte die Fahne fürs Handwerk oder besser gesagt für eine Ausbildung im Handwerk hochhalten." Dafür sucht er jetzt ein offenes Ohr in der Gesellschaft. Wenn auf dem Weg noch die Schärpe "Mister Handwerk" liegt, "nehme ich die noch gerne mit."

Auf die Frage, ob es noch den ganz großen Traum in seinem Leben gibt, antwortet der passionierte Handwerksmeister ohne Zeitverzögerung: "Ehrlich? Nein! Ich bin glücklich in meinem Leben. Ich mache genau das, was ich machen will. Ich habe eine Arbeit, die mich erfüllt. Mehr gibt es dazu wohl nicht zu sagen."

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