Germany's Power People
Ob bei der Wahl zum Mister Handwerk oder bei der Arbeit, Sebastian gibt immer 110 Prozent.

Kandidatenporträt: Sebastian, Zweiradmechaniker aus Bayern

Aus Jux bei Germany’s Power People beworben und wenig später schon im Finale. Der Zweiradmechaniker Sebastian aus Bayern im Kandidatenporträt.

Fesch. Oranger KTM-Hoodie, Gameboy-Socken, knallrote Chucks und kurze Trachten-Lederhose. So begegnet die Crew von "Germany’s Power People" beim Fotoshooting Sebastian aus Ingolstadt. "Ich liebe solche Sachen", lacht der Zweiradmechaniker ausgelassen. "Ich wollte gleich zeigen, dass ich Bayer und Handwerker bin". Die Lederhose nur für Handwerker steckt noch in der Erprobungsphase. Bietet aber jetzt schon wie jede andere Berufsmode einige hilfreiche Accessoires für jedes Gewerk.

Vom Hobbyschrauber zum Handwerksmeister

Seine ganze Liebe gehört dem Motorrad. Sein erstes ist eine Suzuki GS 500 E. "Ein ganz kleines Brot und Buttermoped", sagt er. Inzwischen ist er auf einer Honda Transalp unterwegs. Wieviel Kilometer er zurückgelegt hat, weiß er nicht: "Vermutlich fünf oder sechs Mal rund um den Planeten", schätzt er amüsiert ein. Eine genaue Vorstellung dagegen hat Sebastian von seiner beruflichen Zukunft. Die sollte unbedingt etwas mit Zweirädern und PS zu tun haben. Nach acht Jahren Bundeswehr absolviert er im Rahmen des BFD-Programms deshalb eine Umschulung. Der Berufsförderungsdienst der Bundeswehr bereitet Soldaten auf die Zeit nach der Bundeswehr vor.

Mit der qualifizierten Ausbildung in einem Meisterbetrieb macht er sein Hobby zum Beruf. Nach der Gesellenprüfung folgt der Meister. In seinem Betrieb ist der fröhliche und unkomplizierte Handwerksmeister auch Ausbildungsleiter. "Schnell geradeaus fahren kann jeder. Mit dem richtigen Setup und Wartung an der Maschine kriegen unsere Kunden sicher die Kurven. Wie das geht, versuche ich meinen Azubis zu vermitteln." Wichtig ist ihm, den jungen Menschen den verantwortungsvollen Umgang mit den Fahrzeugen und den Materialien nahezubringen. "Immerhin arbeiten wir unter anderem mit ätzender Bremsflüssigkeit." Sebastian gibt immer 110 Prozent, sei es bei den Azubis oder an der Hebebühne.

Ohne moderne Technik ist das eigene Denkvermögen gefragt

Rollt eine Honda aus den 90er Jahren in die Werkstatt, ist der Schrauber in Sebastian nicht mehr zu halten. "Es sind meine Lieblingskinder. An den Maschinen komme ich zumeist überall gut hin. Sie weisen eine geringe Fehlerquote auf." Schleicht sich doch ein Mangel ein, freut sich der Familienvater ungemein. Dann kann er "knobeln und um die Ecke denken." Welches Bauteil steuert das andere Bauteil? Was hat sich der Entwickler dabei gedacht? Begeistert ist er, wenn kein Computer angeschlossen werden muss. "Die PC-Unterstützung macht vieles leichter, verleitet aber dazu, manchmal die einfachsten Basics nicht abzuklopfen."

Aus Jux bewirbt sich der Motorradfan bei "Germany’s Power People". Landet dann aber recht schnell im Wettbewerbsmodus. Über "E-Mail-Attacken" und bei Instagram über "Votet-für-mich-Storys" feuert er Freunde und Bekannte zum Abstimmen an. An sich selbst sendet er das Versprechen: "Sollte ich in den Handwerkskalender kommen, dann möchte ich auch für das Handwerk die Fahne hochhalten." Für den lebenslustigen Sebastian bedeutet das: "Zweiradmechaniker gehört zum Handwerk. Es muss nicht immer ein Studium sein. Macht das, was Euch Spaß macht!"

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