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Andy Hansen: "Mein Job ist mein Nonplusultra"

Dass es einen Wettbewerb wie "Germany’s Power People" gibt, findet der Malermeister echt krass.

 

"Alles strahlt, wenn Andy malt." Seit gut einem Jahr ist Andy mit seinem Malerbetrieb in Husum selbstständig. Seinen Slogan findet man nicht nur auf dem Firmenwagen oder seiner Malerkluft. Auf Tassen, Zollstöcken, Feuerzeugen, ja selbst in seinem kleinen runden Ohrring hat er den charmanten Spruch untergebracht. Ursprünglich wollte der 35-Jährige Zimmermann werden. Wie sein Vater. In Husum, der grauen Stadt am Meer, konnte er keinen Ausbildungsplatz finden. Gut, denkt sich Andy, dann werde ich Maler und Lackierer und bringe Farbe in die Stadt.

Meisterschule mit Bravour bestanden

Auf die Selbstständigkeit hat sich Andy gut vorbereitet. Dreieinhalb Jahre besucht er die Meisterschule. 2019 legt er mit Bravour die Meisterprüfung ab. Darauf ist Andy besonders stolz. Einer seiner Spezialitäten ist das Spachteln fugenloser Bäder. Eine Arbeitsweise, die aus Italien stammt. Doch Andy betont: "Mein ganzer Beruf ist meine Spezialität."

Unterstützt wird er in seinem Betrieb von seiner Lebensgefährtin Cersa Carstensen. Die Auftragslage ist sehr gut. Ein Mitarbeiter hat der Malermeister daher eingestellt. Zurzeit sucht der Jungunternehmer weitere Mitarbeiter. Seine Kunden kommen aus ganz Schleswig-Holstein. Deswegen ist der 35-Jährige viel mit dem Auto unterwegs.

Malermeister mit eigenem YouTube-Kanal

Regelmäßig tummelt sich der Malermeister auf den sozialen Medien. Jeden MIttwoch und Sonntag postet er auf dem YouTube-Kanal "About Andy" neue Videofilme. Darin erzählt er von seiner Arbeit, zeigt, wie richtig tapeziert wird, oder stellt neueste Techniken und Trends vor. Freunde haben ihn auf die Idee gebracht. "Sie haben mich immer wieder gefragt, was ich eigentlich in meinem Job mache", erinnert er sich an die Anfänge. "Vor meiner Ausbildung habe ich auch nicht gewusst, wie schwierig es ist, eine glatte Wand zu ziehen." Mit seinen unterhaltsamen Videos kann der Malermeister jetzt zeigen: "Mein Job ist mein Nonplusultra."

Alexander Hanatschek fragt bei Andy an, ob er nicht mal am Wettbewerb "Germany’s Power People" teilnehmen möchte. Klar möchte Andy: "Mein erster Gedanke war, krass, das gibt’s wirklich." Und weil ihn sein Lebensmotto "Erfolg kommt von machen" bisher noch nie im Stich gelassen hat, geht er die Wahl "Miss und Mister Handwerk" auch ganz gelassen an. "Noch", lacht Andy, dass das Lampenfieber langsam ansteigt.

Foto: © Axel Weiss/Werbefotografie Weiss/Text: Brigitte Klefisch

Maler/-in und Lackierer/-in (alle Fachrichtungen)

Kein Gebäude, keine Wand und keine Decke ist vor dir sicher, denn sind sie erst einmal durch Wind und Wetter oder langjährige Nutzung in ihren Farben verblasst, kommst du als Maler und Lackierer ins Spiel. Je nach Untergrund beginnst du mit der Vorbehandlung, die bei Holz, Mauerwerk, Metall oder Kunststoffen natürlich unterschiedlich ist.

Mit großer Sachkenntnis prüfst du die Untergründe, bereitest sie mit unterschiedlichen Werkstoffen vor, entrostest, grundierst, verputzt oder tapezierst sie. Putz-, Trocken- und Dämmbau gehören dabei ebenfalls zu deinen Aufgaben. In Abstimmung mit dem Kunden triffst du schließlich die passende Farbauswahl und gestaltest die Oberflächen.

Maler und Lackierer können sich im 3. Lehrjahr in drei Fachrichtungen spezialisieren: Gestaltung und Instandhaltung, Kirchenmalerei und Denkmalpflege sowie Bauten- und Korrosionsschutz. In allen drei Bereichen ist die genaue Kenntnis der chemischen und physikalischen Eigenschaften der unterschiedlichen Untergründe, Farben und Lacke nötig, außerdem wirst du zum Experten in Sachen Umweltschutzbestimmungen.

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