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Thomas Freudenberg: "Ich bin der heißeste Typ"

Stille Wasser sind tief. Kein Mann der großen Worte – so zeigt sich der Bäckermeister von einer mega coolen Seite.

 

"Born to be wild." Thomas Freudenberg ist Bäckermeister und kommt aus dem nordfriesischen Niebüll angereist. Antworten auf Fragen fallen schon mal nordisch knapp aus. Greift der Handwerksmeister jedoch zur Luftgitarre, rockt der Mann die Bühne. Von seiner Musikalität überzeugt er am Set in Düsseldorf vom ersten Luftton an Teilnehmer und GPP-Team gleichermaßen.

Meister der Luftgitarre

Seine Grifftechniken überzeugen. Ebenso die fetzigen Luftsprünge. Life on Stage haben jetzt alle ihren Lieblingssong im Ohr. Im Anschluss erzählt uns Thomas von seinen beiden Karrieren: "Luftgitarre spiele ich seit einer Ewigkeit", sagt er noch ein wenig außer Atem nach dem beeindruckenden Live-Act. Geprobt wird im Auto, in der Mittagspause oder einfach dann, "wenn‘s passt".

Ein Witz gab dem heute 47-Jährigen den Anstoß, die Bäckerlaufbahn einzuschlagen. Während seiner Ausbildung zum Schlosser frotzeln seine Kollegen: "Hättest besser Bäcker gelernt." Warum nicht, sagt Thomas und beginnt 1994 mit der Ausbildung. Es folgt 2000  die Meisterprüfung. Im Meisterkurslernt er seine spätere Ehefrau Tanja kenne. Ihren Eltern gehört die Niebüller Backstube. Seit 2912leiten beide mit Engagement und Liebe zum traditionellen Handwerk das Unternehmen. Herzstück ist die moderne Produktionsstätte in Niebüll.

Knackiges Weizenbrötchen Freudi 

Auf 2.000 qm werden jedes Jahr an die 600 Tonnen Mehl zu leckeren Backwaren verarbeitet. Ihren Weg finden sie in 18 Filialen: von Süderlügum bis Friedrichstadt und von Schafflund bis nach Sylt. Heimlicher Star der Backstube ist aber ein knackiges Weizenbrötchen mit dem Namen Freudi. Seit 2014 gibt es das lächelnde Brötchen. Namensgeber ist Thomas. Der wurde schon als Kind von seinen Freunden Freudi gerufen. Mit dem fröhlichen Brötchen wirbt Thomas in einem Radiospot und auf facebook.

Der Bäckermeister hofft, auf diesen Weg junge Menschen für seinen Beruf zu begeistern. Bei "Germany’s Power People" macht Thomas mit, weil der Berufsnachwuchs besser erreicht wird und weil "ich beweisen möchte, dass wir Bäcker nicht nur heiße Typen sind, sondern echte Sahneschnitten", sagt der coolste Bäcker von Niebüll.

Foto: © Axel Weiss/Werbefotografie Weiss/Text: Brigitte Klefisch

Bäcker/-in

Während deiner Ausbildung hast du die Möglichkeit, über 400 nahrhafte wie gesunde – und immer öfter biologische – Brotsorten herzustellen. Dazu gesellen sich reichlich Kleingebäck, duftende Backwaren oder knusprige Brötchen – natürlich immer ofenfrisch. Und wenn du dich für Fitness und Gesundheit, Food-Design und Backprogramme interessierst, du über Leidenschaft, Organisationsgespür und Timing verfügst, steht deiner Karriere als Bäcker nichts mehr im Wege.

Natürlich lernst du in der Ausbildung auch den Umgang mit Stoffen wie etwa Mohn, Sesam, Kleie oder Schrot, du backst mit ausgesuchten, natürlichen Rohstoffen, die täglich, manchmal sogar stündlich frisch hergestellt werden. Inzwischen setzen viele Backstuben bereits auf die computergesteuerte Herstellung ihrer Waren, die dir das Arbeiten erleichtern.

Ein großer Vorteil des Bäcker-Handwerks sind die verschiedenen Spezialisierungsmöglichkeiten, so kannst du nach deiner Ausbildung nicht nur in der Backstube weiterarbeiten, sondern dich als Bäcker auf einem Passagierschiff oder in einem großen Hotel bewerben. Alternativen bieten sich in Großküchen oder als Industriebäcker.

Du möchtest mehr über Handwerksberufe erfahren? Hier geht es zum BerufsCheck.

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